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Badeparadies Geomaris


Kategorien: Erlebnisbäder

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© Badeparadies Geomaris

Adresse und Informationen


Dingolshäuser Straße 2
97447 Gerolzhofen
Deutschland
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Telefon: (09382) 261

Im beschaulichen unterfränkischen Gerolzhofen gelegen, bietet das Erlebnisbad Geomaris mit einem vielseitigen Wellnessangebot sowie einem großzügigen Außen- und Innenbereich den optimalen Rahmen, um Geist und Körper mit Energie zu versorgen. Gerade die jüngeren Badegäste statten gerne der Riesen-Wasserrutsche einen oder gleich mehrere Besuche ab - eine rasante Abfahrt und ein Spaß für Jedermann. Ab Mitte Mai, bei schönem Wetter auch früher, kann man im Schwimmerbecken des Außengeländes seine Bahnen ziehen oder den großen Sprungturm nutzen.

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Das Badeparadies Geomaris hat montags bis freitags von 9:00 bis 21:00 Uhr, samstags und sonntags von 9:00 bis 20:00 Uhr, an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie zusätzlich während der bayrischen Schulferien freitags ab 8:00 Uhr geöffnet.
Erwachsene ab 18 Jahre €4,90
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre €3,30
Familien (2 Erwachsene + Kinder bis 17 Jahre) €11,20
Familien (1 Erwachsener + Kinder bis 17 Jahre) €7,50
Der Eintritt zum Saunadorf ist in bei den Badepreisen bereits enthalten! Gruppenrabatte werden gewährt!
Preise und Öffnungszeiten ohne Gewähr.

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… 169 … "Freizeitbad Geomaris, Gerolzhofen"

Von der Geometrie des Badens in Franken…

== Vorwort ==
Es gibt in Deutschland Gegenden, die schön sind, wo man aber selten hinkommt. Eine davon ist meines Erachtens Main-Franken. Klar, jeder kennt Würzburg, aber die vielen hübschen Kleinstädte in der Umgebung besucht man doch eher weniger. So kennen wohl nur wenige Auswärtige das Städtchen Gerolzhofen, das irgendwo im Landkreis Schweinfurt zwischen Würzburg und Nürnberg liegt. Ich kannte die Stadt bereits von einem Besuch vor ein paar Jahren, da es dort schon seit 1972 ein Hallenbad gibt, das vor einigen Jahren zum Freizeitbad umgestaltet wurde - das "Geomaris". Vor ein paar Wochen wurde für dieses Bad ein neuer, innovativer Bäderleiter gesucht, so daß ich mich dort um die Stelle bewarb und mir das Bad noch mal genauer anschaute…

== Fakten ==
Bad-Typ: Freizeitbad / Thermal-Solebad / Sportbad / Hallenbad / Freibad / Saunaland (textil)
Eignung: Kinder / Erwachsene / Senioren / Sport / Behinderte

Adresse: Badeparadies "Geomaris", Dingolshäuser Straße 2, D-97447 Gerolzhofen
Region: Bayern, Main-Franken, Steigerwald

Telefon: (+49) 09382 - 261
Fax: (+49) 09382 - 263
e-mail: info@geomaris.de
Internet: www.geomaris.de
GF: 1. Bürgermeisterin Irmgard Krammer
Badleiter: Wolfgang Strack (bis 2008 ?)
Eröffnung: 1972, Saunaland 14. Dezember 2003

Anfahrt: A3 Würzburg - Nürnberg bis Abfahrt 75 Wiesentheid, dann B286 Richtung Schweinfurt bis Gerolzhofen-Süd, Ortseingang oder B286 von Schweinfurt.

== Öffnungszeiten ==
Mo bis Fr: 10 - 21 Uhr (Sommer: 09 - 21 Uhr, Fr 06 - 21 Uhr)
Sa/So/Fei: 09 - 19 Uhr (Sommer: 09 - 20 Uhr)

Geschlossen an Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr, Rosenmontag und Faschingsdienstag.

== Tarife ==
Freizeitbad:
Bis 6 Jahre: 1 € (Tag)
Ermäßigte: 1,50 € (1 ½ Std.), 2 € (2 ½ Std.), 2,50 € (3 ½ Std.), 3,50 € (Tag)
Erwachsene: 3 € (1 ½ Std.), 4 € (2 ½ Std.), 5 € (3 ½ Std.), 7 € (Tag)

Sauna + Bad:
Bis 6 Jahre: 5 € (Tag)
Ermäßigte: 5,50 € (1 ½ Std.), 6 € (2 ½ Std.), 6,50 € (3 ½ Std.), 7,50 € (Tag)
Erwachsene: 7 € (1 ½ Std.), 8 € (2 ½ Std.), 9 € (3 ½ Std.), 11 € (Tag)

Freibad:
Bis 6 Jahre: 1 € (Tag)
Ermäßigte: 2 € (Tag)
Erwachsene: 4 € (Tag)

Sonderpreise für Wert-, Saison- und Zeitkarten. Freibad geöffnet von 15. Mai bis 15. September. Stand: 10/08

== Ort ==
Die Siedlung Gerolzhofen (Hof Gerolds II.) wurde erstmals um 750 urkundlich erwähnt und gilt seit ca. 1345 als Stadt. Im Mittelalter war die Stadt vor allem durch die vielen Hexenprozesse des Würzburger Fürstbischofs bekannt - hier wurden mindestens 900 Menschen verbrannt, viele weitere starben zuvor unter der Folter. An Sehenswürdigkeiten gibt es die Stadtpfarrkirche von 1479, auch Steigerwalddom genannt, das Museum Johanneskapelle (um 1500) und das Alte Rathaus von 1475. Sehr schön anzuschauen sind auch die mittelalterliche Stadtbefestigung mit mehreren erhaltenen Türmen, der Marktplatz, das Oberamtshaus (1580) und das Bürgerspital (1402). Allerdings ist die Stadt mit rund 6.600 Einwohnern nicht gerade groß.

== Lage ==
Das "Geomaris" liegt nur ein paar Schritte vom historischen Stadtkern entfernt. Rund um das Bad stehen ausreichend kostenfreie Parkplätze bereit. Von außen wirkt das "Geomaris" unspektakulär, wie eine Turnhalle. Und drinnen setzt sich dieser Eindruck fort. Das Foyer ist nicht sehr geräumig, die Kassendame sitzt hinter einem verglasten Counter. Kein direkter Kundenkontakt. Da ich nur zwei Stunden Zeit hatte, wählte ich den 2 ½-Stunden-Tarif, natürlich zusätzlich die Saunakarte. Das macht 8 Euro. Fürs gleiche Geld kann man übrigens auch eine Komplett-Tageskarte erhalten, sofern man einmalig 8 Euro in eine "Goldcard" investiert. Das vergißt mir die Kassendame zwar zu sagen, aber für mich als Auswärtigen wäre das sowieso unrentabel gewesen. Im Übrigen gibt es auch einen Kassenautomaten.

== Umkleiden ==
Für das Saunaland erhielt ich ein Papier-Armbändchen, für den Eintritt eine Papierkarte mit EAN-Code. Mit dieser wird auch der Schrank verschlossen, Pfandgeld braucht man also nicht. Es gibt ebenerdig 196 große Schränke, verteilt auf einen Gemischtbereich sowie eine Damen- und eine Herrenumkleide. Leider waren aber längst nicht alle Schränke nutzbar. Bei einigen fehlten die Türen, bei vielen gab es keine Schlüssel. Zudem fehlten die Kleiderbügel. So mußte ich meine Sachen auf dem Spind-Boden zusammenlegen. Der Fußboden war übrigens naß, wenngleich nicht schmutzig.

Weitere 278, wesentlich frischer anmutende Schränke findet man im Kellergeschoß, wobei es dort neben dem Gemischtbereich auch jeweils einen Raum für Knaben und Mädchen gibt. Ebenfalls im Keller sind die drei Solarien untergebracht. Es handelt sich um zwei ältere Modelle von UWE sowie ein Mittelklasse-Solarium von Ergoline. Aufgrund des nur geringen Preisunterschiedes empfiehlt sich hier das Ergoline-Modell 500, das mit nur einem Euro für vier Minuten sehr günstig ist.

== Duschen / WCs ==
Was man im Kellergeschoß vermißt, sind die Sanitär-Räume. Diese gibt es jedoch im Erdgeschoß, und zwar wie üblich für Damen und Herren getrennt. Es stehen jeweils 13 Duschen für Damen und Herren bereit. Daß man auf die Körperhygiene hier einen besonderen Wert legt, zeigen die überall vorhandenen Schilder mit der Aufschrift "Vor dem Betreten der Schwimmhalle ist der Körper gründlich mit Seife zu reinigen." Auf den Türen zusätzlich: "Haben Sie geduscht?" Auf mich wirkt das zwar ein wenig aufdringlich, es scheint aber Wirkung zu zeigen, denn fast jeder seift sich hier ein. Die Duschen sind ohne Zwischenwände, es gibt jedoch auch zwei abgetrennte Duschen.

== Sportbecken ==
Nach dem Duschen gelangt man in die Schwimmhalle, die von einem Sportbecken dominiert wird. Es gibt fünf Bahnen je 25 Meter, wobei jeweils eine Sprung-Möglichkeit von den rauhen Startblöcken besteht. Bei maximal 180 cm Wassertiefe sollte man beim Einspringen jedoch aufpassen. Das Tauchen ist bei dieser Tiefe natürlich auch nur eingeschränkt möglich. Etwa die Hälfte des Beckens kann mittels Hubboden auf verschiedene Tiefen verstellt werden (30 bis 180 cm), wobei 135 cm wohl die Standard-Einstellung ist.

== Cafeteria ==
Links des Beckens befindet sich die Gastronomie. Hier ist Pommes-Bude aber leider der passendere Ausdruck. Zwar ist die Küchendame freundlich, doch es ist um 12.30 Uhr keinerlei frische Ware in der Auslage. Und es befinden sich außer mir auch nur noch drei Herren und eine Frau an einem Tisch in einer Ecke. Die essen und trinken aber nicht, sondern gehören offenbar zu einer Architekten-Firma, die sich Gedanken um den Umbau des Bades macht. Ich bestelle eine Back-Kartoffel mit Sauerrahm. Die wird dann auch gleich frisch gemacht. Das heißt, eine gekochte Kartoffel wird in die Mikrowelle geschoben und etwas Kräuterquark dazu gereicht. Das kostet zwar nur 2,80 Euro, schmeckt aber auch nicht. Unter guter Küche stelle ich mir etwas anderes vor.

Es gibt noch etwa zwei Dutzend andere Gerichte, von Pommes (2 Euro) oder Würstchen (2 Euro) über die beliebte Currywurst mit Pommes (4,50 Euro) bis hin zu Pizza und Schnitzel. Die Getränkeauswahl ist ebenfalls befriedigend, für die Cola (0,2 l) zahlt man 1,20 Euro. Es gibt hier übrigens 56 Sitzplätze innen sowie noch einmal 30 Plätze beim Kinderbecken, doch während meines ganzen zweistündigen Besuches schien ich - außer den Architekten - der einzige Gast zu sein. Kein Wunder, daß es auch noch drei Automaten für Getränke, Süßigkeiten und Eis gibt, denn die Küche ist ja wirklich nicht unbedingt empfehlenswert.

== Attraktionen ==
Neben der Gastronomie befindet sich ein kleines, recht dunkel erscheinendes Planschbecken, das als einzige Attraktion zwei Minirutschen aufweisen kann. Die gelbe Röhrenrutsche, deren Aufgang sich direkt nebenan befindet ist da schon aufregender. Abgedeckt ist die Rutsche, die komplett durch den Außenbereich führt und im "Attraktionsbecken" endet, mit einer durchsichtigen Plastikhaube. Ansonsten ist das Rutschen total unspektakulär. Selbst Kleinkinder trauen sich hier problemlos rauf und es gibt einen Sicherheits-Auslauf. Auf Rutsch-Abstände sollte man sich allerdings nicht verlassen, denn es gibt keine Ampelregelung und jeder rutscht so, wie er will.

Auch das Attraktionsbecken im Außenbereich ist nicht besonders aufregend. Es gibt außer dem Rutschen-Auslauf noch einen kleinen Strömungskreisel mit innenliegendem Sprudeltopf, zwei Nackenduschen und ein paar Sprudelliegen. Die Wassertemperatur beträgt nicht, wie im Prospekt angegeben, 34 Grad, sondern nicht einmal 30.

== Dampfbad ==
Neben dem Zugang zum Süßwasser-Außenbecken befinden sich zwei enge, sehr ungepflegt wirkende Toiletten (die leider stinken), jeweils eine für Damen und Herren. Und man findet hier auch das Textil-Dampfbad. Dieses ist aus grünem Plastik gefertigt und bietet Platz für ca. 15 Personen. Man sitzt auf - abgenutzten - kleinen Plastikmatten, die man sich vor dem Eintreten aus einer Desinfektionslösung fischt. Einen Schlauch zum Abspritzen habe ich nicht gesehen. Der Eingang ist durch eine Spritzwand abgeschirmt, da sich hier auch noch vier Duschen befinden. Im Inneren dauert es übrigens sehr lange, bis man zu schwitzen anfängt, da die sich ständig öffnende Tür hier eine echte Dampfbildung verhindert. Insgesamt gesehen eine recht unbefriedigende Lösung, die nach Verbesserung schreit.

== Solebecken ==
Das wärmste Becken ist das Sole-Außenbecken. Dieses befindet sich eine halbe Etage unterhalb und links versetzt zum Sportbecken. Auch hier keine großen Attraktionen. Die Sole ist nur 2-%-ig, das Salz kaum spürbar. In den Wänden und teilweise auch am Boden gibt es Massagedüsen, die gerne genutzt werden. Weiterhin findet man vier in Reihe geschaltete Nackenduschen, eher Wasserkanonen, sowie drei Bodensprudler. Das Becken war zumindest zum Zeitpunkt meines Besuches von etwa einem Dutzend Rentnern bevölkert, die lautstark ihre Meinung zur politischen Situation in Bayern kund taten und sämtliche Massagedüsen dauerhaft blockierten. Für mich keine Entspannung und daher verließ ich das Becken schnell wieder. Im Übrigen fehlen hier Sprudelliegen und man kommt sich in diesem Becken irgendwie eingesperrt vor. Das Badewasser mag gesund sein, aber echtes Wohlfühlen ist etwas anderes.

== Saunalandschaft ==
Und damit zum nächsten Thema: der Sauna. Als Alleinstellungs-Merkmal angepriesen wurde die Tatsache, daß die Saunalandschaft komplett in Badebekleidung genutzt werden darf bzw. muß. In meinen Augen zwar ein anfänglich ganz nettes Marketing-Instrument, langfristig gesehen allerdings keine besonders kluge Entscheidung. Man hätte den textilfreien Nutzern wenigstens bestimmte Zeiten zuweisen müssen, eher sogar umgekehrt. So wird die Sauna-Landschaft trotz recht ansprechender Schwitzräume kaum angenommen. Lediglich ca. 10.000 Gäste pro Jahr verirren sich hierher. Normalerweise sollte man aber von ca. 15 % Saunanutzern ausgehen, also etwa 45.000 jährlich bei 300.000 Gesamtgästen. Offenbar hat man da etwas falsch gemacht und sollte schnellstens korrigieren.

Die Saunalandschaft erreicht man übrigens durch einen verglasten Gang im Untergeschoß, also eine halbe Treppe tiefer als das Solebecken. Es gibt drei Schwitzräume, die alle recht ähnlich aufgebaut sind. Es handelt sich um Blockhäuser aus Rundstamm-Tannenholz, eigentlich recht ansprechend. Dennoch aber nicht optimal, denn sie stehen viel zu dicht beisammen und es gibt so gut wie keinen Außenbereich. So fühlt man sich nicht wohl, denn es fehlt einfach die räumliche Freiheit.

Zwischen den Blockhütten hat man außerdem ein gemauertes Haus mit einem Liegeraum und einem Kommunikationsraum gebaut. Das paßt architektonisch überhaupt nicht. Unter gemütlich stelle ich mir etwas anderes vor. Im Liegeraum läuft übrigens Entspannungsmusik und es gibt ganz hübsche Deckenleuchten. Zudem kann man sich für die einfachen Klappliegen eine kostenlose Decke nehmen. Im Kommunikationsraum stehen vier Tische und es gibt ein paar Lesezirkel-Zeitschriften. Selbst hier, im relativ neuen Saunaland, zeigen sich übrigens schon erste Bauschäden (Außen-Putz, Fliesen, Risse in der Wand). Obgleich Ruhe-Möglichkeiten für das Saunaland natürlich sehr wichtig sind, würde ich in diesem Falle eigentlich sinnvollerweise einen Rückbau des Gebäudes (Abriß) zumindest in Erwägung ziehen.

== Blocksaunas ==
Im ersten Blockhaus ist die Finnische Sauna untergebracht. 90 Grad sind angesagt, der Ofen ist schön ummauert, doch die Aufgüsse finden automatisch statt bzw. nach Ziehen an zwei Seilen (Aroma-Aufguß oder traditioneller Aufguß). Keine Aufguß-Kultur. Die nächste Sauna ist die "Salinen-Sauna". Eigentlich fast der gleiche Aufbau, sieht man von ein paar aufgetürmten Salzsteinen an der Seite ab. Ist ja ganz dekorativ, aber überflüssig. Die dritte im Bunde ist die "Wiking-Sauna" (nicht etwa Wikinger). Diese steht solitär und ist etwas kleiner. Hier hat man eine seltsame Farbwechsel-Anlage an die Decke montiert, ansonsten wieder der gleiche Aufbau. Nicht besonders aufregend. Hier hängt übrigens ein geschnitzter "Saunageist" von der Decke herab, der sog. "Saunawombel", der das Maskottchen des privaten Saunabauers und Betreibers Röder ist. Dieser betreibt im Übrigen noch vier weitere Saunalandschaften im näheren Umkreis.

== Abkühlung ==
Zwischen den Saunas befinden sich noch ein Kneipp-Tretbecken außen sowie ein Tauchbecken, in eine Nische eingebaut. Sanitäre Anlagen im Saunaland sind übrigens Fehlanzeige, wer mal muß oder nach dem Saunagang duschen möchte, der muß sich durch den Verbindungsgang wieder zum Hallenbad begeben. Hier gibt es auch noch zwei weitere Sanitärräume, die jeweils über drei Duschen sowie zwei bzw. vier WCs verfügen. Diese Einrichtungen dienen außerdem auch den Freibad-Gästen, die hier ins große Sommerbecken einsteigen können. Die WCs kann ich übrigens nicht empfehlen, denn sie haben keine Klobrille. Sehr unangenehm.

== Freibad ==
Schließlich ist noch das Sommerbad zu erwähnen. Es gibt ein 50-m-Sportbecken mit sechs Bahnen, das meines Erachtens nicht mehr zeitgemäß und überdimensioniert ist. Im Interesse einer evtl. Vergrößerung der Saunalandschaft sowie der Verringerung der Unterhaltskosten sollte hier darüber nachgedacht werden, das Becken auf 25 Meter Länge zu verkürzen, evtl. auch eine oder zwei Bahnen zu streichen. Das wäre durch Einbau neuer Beton-Seitenwände oder besser noch durch das Einsetzen eines Edelstahlbeckens (vielleicht mit zusätzlichen Attraktionen) möglich.

Das Becken hat eine durchgehende Tiefe von 180 cm, was zum Bahnenschwimmen ausreichend ist. Es gibt eine zusätzliche Sprungbucht, die sich rechteckig an den Schwimmbereich anschließt und diesen kaum beeinträchtigt. Insgesamt sind fünf Sprungmöglichkeiten von ein bis 5 Meter vorhanden, d. h. zwei Bretter (1 und 3 m) sowie drei Plattformen. Außer dem Sportbecken gibt es auch noch ein kleines Nichtschwimmer-Sommerbecken, ein rundes Planschbecken mit kleiner Insel als einziger Attraktion sowie am Ende der Wiese ein Kneipp-Tretbecken.

Der Freibereich zieht sich über eine Länge von ca. 300 Metern, wobei sich die Wiese keilförmig zum Ende hin verengt. Etwa mittig befindet sich der separate Freibad-Eingang, der den Ansturm an heißen Sommertagen bewältigen soll. Ansonsten ist auch der Zugang über die normale Badkasse, die von einem zusätzlichen Automaten unterstützt wird, möglich. Für Rollstuhlfahrer gibt es auch eine Rampe. Als Begrenzung zur Straße hin hat man außer der Kasse und einem geschützten Fahrrad-Parkplatz auch eine kleine Gastronomie errichtet, die im Sommer nach innen hin als Biergarten genutzt wird. Schade, daß man die externen Gäste dabei ausschließt.

Schließlich ist noch ein kleiner Trocken-Spielplatz zu erwähnen. Auf der anderen Seite wird das Gelände vom kleinen Fluß Volkach begrenzt. Eine Brücke führt zu einem weiteren Gelände mit ca. 4.000 m², wo man einen Beach-Volleyballplatz angelegt hat. Meiner Meinung nach hätte sich gerade dieser Geländeteil hervorragend für die Errichtung der Blockhaus-Saunas geeignet, doch diese Chance wurde leider verpaßt.

== Familien- und Behinderten-Eignung ==
Die Eignung für Behinderte ist in begrenztem Umfang gegeben, wobei durch die Treppenführung ein Zugang zu Solebecken und Saunaland für Gehbehinderte schwierig ist. Zum anderen Außenbecken und zum Dampfbad hin gibt es aber einen Treppenlift. Für Familien ist das Bad eigentlich uneingeschränkt empfehlenswert, wenngleich sich die Attraktionen gerade für Jugendliche doch etwas in Grenzen halten.

== Verbesserungs-Möglichkeiten ==
Aus meiner Sicht gibt es noch sehr viele Entwicklungs-Möglichkeiten und man sollte diese auch baldmöglichst angehen - falls man das Bad nicht abreißen und ein neues bauen möchte. Dazu gehört vor allem ein schöneres Ambiente durch punktuelle, nacheinander folgende, kleine Umbauten. Ich denke da vor allem an ein neues, gekacheltes Dampfbad mit einer komplett neuen Aufteilung, an die Beseitigung von überflüssigen Zäunen (vor allem am Solebecken) und die ersatzweise Anpflanzung von Bambus-Sträuchern und Dornenhecken, an die Vergrößerung der Saunalandschaft und die zumindest teilweise Umnutzung als textilfreier Bereich, an eine schönere Gastronomie und erneuerte sanitäre Anlagen.

Weiterhin sollte man die Wassertemperaturen teilweise ändern, vor allem im Ganzjahres-Außenbecken. Schließlich muß es auch Änderungen in der Tarifstruktur geben, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Das Lichtkonzept muß verbessert werden (darunter fallen auch teilweise neue Scheiben, die mit transluzenten Farbfolien beklebt werden könnten) und es sollte auch ein Beschallungs- und Duftkonzept geben. Schließlich müssen die oberen Umkleiden zumindest funktionsfähig gemacht werden, längerfristig aber komplett erneuert. Ein großer Brocken ist natürlich das komplette Marketing, das von A bis Z neu gemacht werden muß. Personal- und Aktionskonzept gehören ebenso in die To-Do-Liste.

== Ausstattung ==
Freizeitbad:
Vario-Sportbecken (29 °, 25 x 12,50 m, 313 m², 180 cm, höhenverstellbar); Außenbecken (30 °, ca. 100 m², 135 cm) mit Strömungskreisel, Massagedüsen, Sprudelliegen, 2 Nackenduschen und Sprudelbucht; Sole-Außenbecken (34 °, ca. 70 m², 100 - 135 cm) mit Massagedüsen, 4 Nackenduschen, 3 Bodensprudlern; Planschbecken (32 °, ca. 20 m², 20 - 40 cm) mit 2 Minirutschen und Quellstein; Dampfbad (48 °, Plastik, 80 %, 15 Plätze); Röhrenrutsche (50 m) mit Sicherheits-Auslauf; Solarium "Ergoline 500" (1 Euro / 4 Min.); 2 Solarien "UWE CPS 73" (1 Euro / 5 Min.); SB-Cafeteria (86 Plätze) mit Getränke-, Snack- und Eisautomaten

Saunaland außen:
Wiking-Blocksauna (75 °, 15 %, 20 Plätze) mit Farbwechsler; finnische Blocksauna (90 °, 5 %, 40 Plätze, Automatik-Aufgüsse); Salinen-Blocksauna (80 °, 5 %, 40 Plätze, Automatik-Aufgüsse); Tauchbecken; Kneipp-Tretbecken; Ruheraum (12 Liegen) mit Entspannungsmusik; Aufenthaltsraum (14 Plätze); kleiner Saunagarten

Freibad:
Sportbecken (50 x 16,66 m, 6 Bahnen, 1.000 m², 180 - 380 cm) mit Sprungbucht (1- und 3-m-Brett, 1-, 3- und 5-m-Plattformen); Nichtschwimmerbecken; Planschbecken (rund, 8 m Durchmesser, 0 - 40 cm); Kneipp-Tretbecken; große Liegewiese (ca. 20.000 m²) mit Spielplatz und Biergarten

Sonstiges:
externes Bistro (8 Plätze); externe Automaten für Getränke und Eis; EAN-Eintrittskarte Papier; Papier-Saunaband

== Fazit ==
Wie man sieht, gibt es hier jede Menge zu tun, denn das Bad ist eine echte Herausforderung für einen Bäderfachmann. Nahezu alles könnte verbessert werden - obgleich man in der Gemeinde natürlich sehr stolz darauf ist, überhaupt ein solches Freizeitbad vorweisen (und seit 36 Jahren finanzieren) zu können. Das ist bei nicht einmal 7.000 Einwohnern ja keine Selbstverständlichkeit.

Dennoch muß man den Blick auf die Zukunft richten und die Situation unverklärt sehen. Tut man nicht sehr bald etwas, wird sich die Besucher-Situation dramatisch verschlechtern. Die Gäste werden dann größtenteils in die neueren Anlagen der Mitbewerber abwandern. Dabei sind vor allem das "Silvana" in Schweinfurt (20 Minuten entfernt) und das neue Sole-Freizeitbad in Kitzingen (33 km Entfernung, Eröffnung demnächst) zu nennen. Erwähnenswert sind allerdings auch die Würzburger Bäder (Nautiland, Sandermare und Freibad), die Nürnberger Bäder (derzeit größtenteils in Renovierung), das "Kristallbad" in Stein, das neue "Fürthermare" in Fürth und das "Atlantis" in Herzogenaurach. Verschärfend kommt hinzu, daß auch die Städte Erlangen, Forchheim und Bamberg derzeit mit Plänen für neue Bäder aufwarten bzw. bereits bauen.

Gerade die Besucher aus den Randgebieten werden sich also künftig mit neuen Alternativen auseinandersetzen und es wird Abwanderungsverluste geben. Umso wichtiger ist es, in Gerolzhofen schnell und effektiv zu handeln. Die bereits erfolgte Beauftragung von drei Architekturbüros für eine mögliche Sanierung sowie die geplante Einstellung eines neuen Bäderleiters bzw. Geschäftsführers einer neu zu gründenden Bädergesellschaft sind dafür richtige und wichtige Schritte. Das wäre eine schöne Aufgabe für mich gewesen - aber man hat sich für jemanden entschieden, der "noch besser ins Anforderungsprofil paßte". Naja, die Bürgermeisterin ist ja Architektin, vielleicht will sie ja auch ihre eigenen Ideen verwirklichen. Ich werde mir das Bad jedenfalls Ende 2009 nochmal ansehen und dann feststellen, ob der neue Badleiter eine gute Entscheidung der Personalabteilung war…

== Namensgebung ==
"Geomaris", wo kommt das wohl her? Maris soll wohl auf Meer hindeuten, sprich eine Beziehung zum Solebecken herstellen. Und GEO ? Klar,das ist das alte Auto-Kennzeichen von Gerolzhofen, aus der Zeit da man noch Kreisstadt war (bis 1972). Heute ist das Kfz-Kennzeichen natürlich SW für Schweinfurt, aber danach wollte man das Bad bestimmt nicht umbenennen...

== Sterne ==
Die Ausstattung des Hallenbades ist zwischenzeitlich doch sehr in die Jahre gekommen und würde von mir zwischen zwei und drei Sternen eingestuft werden. Die Textil-Saunalandschaft festigt die 3-Sterne-Wertung, vermag aber nicht so sehr zu überzeugen, daß man vier Sterne geben könnte. Also drei von fünf Sternen: durchschnittlich.

© by wellSPAss, 26. Oktober 2008

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Juen Jürgen, 09.01.2009


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