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Erich-Kästner-Detektivspiele © Lutz Müller
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Freitag, den 20.12.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Aktiv und Abenteuer zu finden.


Verbrecherjagd im Großen Garten Dresden



In Erich Kästners Kinderroman "Emil und die Detektive" verfolgen die Leser die Abenteuer, die der 12-jährige Emil Tischbein auf seiner ersten Reise nach Berlin, die er aus seiner Heimat Dresden-Neustadt antritt, erlebt. Das Werk des berühmtesten Sohns Dresdens wird im größten Park Dresdens seit 2004 von 8- bis 11-jährigen Nachwuchs-Detektiven nachgespielt. Die Tatsache, dass rund 3.500 Kinder im Jahr an den abenteuerlichen Erich-Kästner-Detektivspielen im Großen Garten Dresden teilnehmen, beweist, dass dem Dresdner Stadtspiele-Verlag mit seinem ganzjährigen Angebot ein voller Erfolg gelungen ist.

Erich-Kästner-Detektivspiele © Lutz Müller
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Der Fluchtbaum muss akribisch untersucht werden
Üblicherweise geraten Kinder in Rage, wenn jemand ihnen ihr Lieblingsspielzeug klaut. Doch was, wenn der Übeltäter erst ermittelt werden muss? Und was, wenn eine Bande ihre Finger im Spiel hatte? Letzteres ereignet sich bei den Erich-Kästner-Detektivspielen im Großen Garten Dresden. Ein Fall, dem die Polizei ratlos gegenüber steht. Hier ist also Teamgeist gefragt, genauer gesagt ein ausgeschlafenes Ermittlungsteam. Mithilfe der neusten Nachforschungen von der Kriminalpolizei begibt sich eine Gruppe aus Nachwuchs-Detektiven auf Spurensuche und stößt dabei auf 20 Tatorte, die Hinweise auf die Diebe geben. Dazu zählen unter anderem ein toter Briefkasten, ein Sprengsatz, Blutspuren und ein Baum, auf dem der Boss der Bande Spuren bei seiner Flucht vor dem Polizeihund hinterließ. Auch verdächtige Gegenstände und Personen geben heiße Hinweise. Zudem gilt es, Beutelager, Geheimgänge, Höhlen und Fluchtwege zu erkunden, ebenso wie Verräter und Spione zu enttarnen. Der Fall ist in etwa zweieinhalb Stunden gelöst. Doch wer denkt, er könne sich nun zurücklehnen, irrt gewaltig! Die Bande wehrt sich bei der Festnahme, flieht dann nicht selten und muss natürlich erst überwältigt werden bevor sie dingfest gemacht werden kann.

Erich-Kästner-Detektivspiele © Lutz Müller
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Nachwuchs-Detektive im Einsatz in Dresden-Neustadt
Größere Detektive im Alter von 11 bis 80 Jahren, die an den originalen Kindheitsorten Erich Kästners ermitteln wollen, haben in der Äußeren Dresden-Neustadt die Möglichkeit, eine Bande ausfindig zu machen, die alle Orte, die an Erich Kästner erinnern, in die Luft sprengen will. Der Grund: Die Bande handelt im Auftrag der Computer-Film- und Popcornindustrie. Statt Kästner-Bücher zu lesen, sollen die Detektive (Kinder, bittet eure Eltern doch mal, kurz innezuhalten und die Augen zu schließen!) daddeln und zappen und dazu ganz viel Popcorn essen. Deshalb heißt die Bande Popcornbande. Was die Suche erleichtert, ist, dass die überall vorbereiteten Sprengobjekte mit Buchstaben markiert sind, aus denen sich mehrere Hinweise auf den Boss der Bande ergeben – des einen Eitelkeit, des anderen Glück! Diese muss man nur noch zusammen finden und in die richtige Reihenfolge bringen, bevor es zur Festnahme kommt. Doch Obacht ist geboten, denn die Popcornbande wird Wind von den Ermittlungen bekommen – vielleicht lauert der ein oder andere skrupellose Ganove im Auto. Übrigens (jetzt wieder etwas, worüber die Eltern aufatmen können) erfahren die Detektive ganz nebenbei, wie Erich Kästner in Neustadt vor 100 Jahren gelebt hat.

© freizeitstars/AF



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