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Montag, den 23.06.2014 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Bauwerke und Magazin zu finden.


Sehenswerte Stadtteile in Deutschland



Historische Bauten, prachtvolle Schlösser, beeindruckende Denkmäler und idyllische Parks – Deutschlands Städte haben Urlaubern so einiges zu bieten. Doch was tun, wenn man nur einen Tag in einer Stadt verweilt und darum nicht alle Sehenswürdigkeiten besichtigen kann? Hier schafft man am besten Abhilfe, indem man sein Sightseeing auf ein Stadtviertel oder einen Stadtteil beschränkt. Im Folgenden sollen einige davon näher beleuchtet werden.

Blick auf den Hamburger Hafen und den Michel
Der Michel in Hamburg
Beginnen wir unsere kleine Städtetour im Norden, in der Hansestadt Hamburg. Markante Sehenswürdigkeiten wie der Michel oder der Hafen sind sicherlich jedem Touristen ein Begriff. Weniger bekannt, aber dennoch sehr empfehlenswert, ist Veddel, ein Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte. Hier können sich die Besucher auf die Spuren deutscher Auswanderer begeben. Die BallinStadt, eines der beliebtesten Museen Hamburgs, erinnert an ihre Schicksale und nimmt die Gäste mit auf eine spannende Zeitreise. Wer in der Gegenwart verankert bleiben möchte, kann dagegen das größte schwimmende Bürogebäude Deutschlands bewundern, das IBA-Dock im Müggendorfer Zollhafen, das auch ein Besucherzentrum beherbergt. Es wurde in Vorbereitung auf die Internationale Bauausstellung 2007 bis 2013 angelegt. Zu den Sehenswürdigkeiten in Hamburg-Veddel gehört darüber hinaus die evangelisch-lutherische Immanuelkirche aus dem Jahr 1902. Das auf der Insel Veddel gelegene Gotteshaus ist das einzige freistehende Gebäude des Stadtteils. Im Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstört, wurde die Kirche in den 1950er Jahren wieder neu aufgebaut.

Der nächste Zwischenstopp auf unserer Reise ist das Scheunenviertel in Berlin. Der Name bezeichnet ein Gebiet im heutigen Ortsteil Mitte, das ab 1700 als Spandauer Vorstadt besiedelt wurde. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte es sich zunächst zu einem Armenviertel und wurde im 19. Jahrhundert zu einer neuen Heimat für aus Rußland und Polen geflohene Juden. Nach seiner Verwüstung im Zweiten Weltkrieg bildet es heute wieder ein Zentrum für jüdisches Leben in der deutschen Hauptstadt, wovon zahlreiche Geschäfte für koschere Lebensmittel, Gebetshäuser, jüdische Kultureinrichtungen, Cafés und Restaurants Zeugnis geben.

Alte Brücke Heidelberg
Die Alte Brücke in Heidelberg
Geschichtsinteressierte sollten auch der Heidelberger Altstadt einen Besuch abstatten. Hier gibt es nicht nur die älteste Universität Deutschlands zu sehen, sondern zahlreiche weitere Bauten, die an die bewegte Historie der ehemaligen Residenzstadt erinnern. Zunächst wäre da natürlich das Schloss zu nennen, seinerzeit prachtvoller Wohn- und Regierungssitz der Kurfürsten von der Pfalz, zerstört im Pfälzischen Erbfolgekrieg und seither nur teilweise restauriert. Beinahe ebenso bekannt und ein weiteres Wahrzeichen der Stadt am Neckar ist die Alte Brücke, deren eigentlicher Name Karl-Theodor-Brücke lautet. In ihrer heutigen Form spannt sie sich seit 1788 über den Fluss, ein erster Vorgängerbau wurde aber bereits 1248 urkundlich erwähnt. An der Stelle des ehemaligen nördlichen Brückenturms befindet sich heute eine Skurrilität: der Heidelberger Brückenaffe, der den Besuchern einen Spiegel vorhält und somit zur Selbstreflexion einlädt. Der Kopf des Affen ist hohl gestaltet, so dass Besucher ihren Kopf hinein stecken können – besonders bei Touristen ein sehr beliebtes Fotomotiv. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Heidelberger Altstadt sind die Heiliggeistkirche, die einst als Grablege der Kurfürsten von der Pfalz diente, das Karlstor, das das östliche Ende der Altstadt markiert und das Haus zum Ritter, das als einziges Bürgerhaus den Pfälzischen Erbfolgekrieg unbeschadet überstand.

Aber auch weiter Neckaraufwärts gibt es Historisches zu bewundern. In Stuttgart-Mitte sind unter anderem das Alte und das Neue Schloss zu finden. Das Alte Schloss geht auf eine Wasserburg des 13. Jahrhunderts zurück und wurde im 14. Jahrhundert zum Hauptsitz der Grafen und Herzöge von Württemberg. Heute beherbergt es das Landesmuseum Württemberg. Direkt gegenüber liegt das Neue Schloss, das, ab 1746 unter Herzog Carl Eugen errichtet, heute von der baden-württembergischen Landesregierung genutzt wird. In der Nähe des Universitätsgeländes liegt der Hoppenlaufriedhof, der älteste Friedhof Stuttgarts, dessen Geschichte bis ins Jahr 1626 zurückreicht. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, darunter der Verleger Johann Friedrich Cotta, sowie die Schriftsteller Gustav Schwab und Wilhelm Hauff, fanden hier ihre letzte Ruhestätte, bis im Jahr 1952 der Friedhofsbetrieb eingestellt wurde. Dem Friedhof angegliedert ist auch ein jüdischer Teil, der bereits 1882 geschlossen wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten in Stuttgart-Mitte sind die historische Markthalle, die Stiftskirche und das Hegel-Haus.

© freizeitstars/US




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