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Burg Katz



Mittwoch, den 17.04.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Magazin und Bauwerke zu finden.


Romantik pur: Burgen und Schlösser am Rhein



Schon im 18. und 19. Jahrhundert ließen sich viele Dichter und Denker, aber auch Maler, Bildhauer und andere Künstler, von der Romantik des Rheintales inspirieren. Die "Rheinromantik" nahm gar einen eigenen Platz in der Epoche der Romantik ein. Und noch heute ist es für Besucher des mitteleuropäischen Stroms nur unschwer nachvollziehbar, was die Kulturschaffenden vergangener Zeiten an diesem Flusstal so sehr faszinierte. Besonders die zahlreich vorhandenen Burgen und Schlösser, bzw. deren Ruinen sind es, die noch heute die Fantasie anregen und einen Einblick in vergangen geglaubte Zeiten ermöglichen.

Die Marksburg bei Brauchbach
Eines der bekanntesten Beispiele im Mittelrheintal ist die Marksburg, eine noch im Originalzustand erhaltene Burganlage. Sie befindet sich in der Nähe von Braubach und wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. Ein originalgetreuer Nachbau findet sich außerdem im Deutschen Kulturdorf Ueno auf der japanischen Insel Miyako-Jima. Die Burg gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, außerdem ist sie ein nach der Haager Konvention geschütztes Kulturgut. Die Burg beheimatet heute das Burgmuseum, außerdem sind im romanischen Palas Geschäftsräume und Büros der Deutschen Burgenvereinigung untergebracht. Besonders sehenswert sind die Kapelle mit einem Fresko des Heiligen Markus mit Löwen und der Treppenaufgang mit den Wappen aller Burgherren.

Eine weitere Höhenburg ist Burg Rheinfels oberhalb der Stadt St. Goar. Sie ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Sie wurde 1245 von Graf Diether von Katzenelnbogen gegründet und war lange Zeit die größte Wehranlage des Mittelrheintals und Vorbild für den Burgenbau im Deutschen Reich. Erst die französischen Revolutionstruppen besiegelten im Jahr 1796 den Niedergang der Burg, die vorgelagerten Festungswerke wurden gesprengt, ebenso Schloss und Bergfried. In der Folge diente die Ruine als Steinbruch (unter anderem übrigens für den Bau der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz), bis sie 1843 in den Besitz des Prinzen Wilhelm von Preußen und 1925 schließlich in den Besitz der Stadt St. Goar überging. Heute beherbergt sie das "Romantik Hotel Schloss Rheinfels" und wird außerdem für Konzerte, Theateraufführungen und sonstige Veranstaltungen genutzt.

 © Dirk Hartung
© Dirk Hartung
Burgruine Drachenfels
Ein weiteres Kulturgut im Oberen Mittelrheintal ist die Ruine der Burg Drachenfels im Siebengebirge in der Nähe von Bonn. Der Bau wurde 1138 begonnen und 1149 von Gerhard von Are gekauft und fertiggestellt. Die Burg diente bis ins 13. Jahrhundert als Schutzbefestigung, verlor diesen Status aber nach dem Bau der Stadtmauer um Bonn. Im 16. Jahrhundert erlangte sie nochmals Bedeutung als Befestigung der Rheintalstraße, die mit dem Übertritt des Kölner Kurfürsten zum Protestantismus zum Tragen kam. Die Zerstörung der Burg erfolgte schließlich 1634 als Folge des 30jährigen Krieges. Die Burg bestand, ebenso wie der Felsen, auf dem sie sich befand, aus wertvollem Trachyt und wurde in den folgenden Jahrhunderten auch als Steinbruch genutzt. Touristische Bedeutung erlangte die Ruine in Folge der Romantik und noch heute genießen die Besucher von hier aus den weiten Blick über den Rhein, der bei gutem Wetter sogar bis Köln reicht.

© freizeitstars/US




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