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Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar



Donnerstag, den 14.03.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Bauwerke und Magazin zu finden.


Deutschlands Denkmäler - Teil 2: Dichter, Denker und Berühmtheiten



In Denkmälern versuchen wir, Vergangenes festzuhalten, Geschichte für die Nachwelt erlebbar zu machen und große Persönlichkeiten zu ehren. Dieses Bestreben kann die unterschiedlichsten Formen annehmen: eine ausgediente Fabrikhalle, die aufgrund ihrer vergangenen Bedeutung für die Menschen einer Region zum Industriedenkmal wird, eine kunstvoll gearbeitete Statue, die an Menschen erinnert, die in ihrem Leben besondere Größe erreichten oder ein Monument, das an historische Geschehnisse erinnert. Im zweiten Teil unserer Reihe über Deutschlands Denkmäler werfen wir nun einen Blick auf große Persönlichkeiten der Geschichte und auf die Art, in der an sie erinnert wird.

Das Bismarck-Denkmal in Hamburg. © Janet Hartl
© Janet Hartl
Das Bismarck-Denkmal in Hamburg
Eines der bekanntesten Denkmäler dieser Kategorie befindet sich wohl in Weimar und stellt mit Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe zwei der bedeutendsten Dichter und Denker der deutschen Geschichte dar. Seit seiner Einweihung am 4. September 1857 steht es vor dem Deutschen Nationaltheater auf dem Weimarer Theaterplatz. Die Bronzeskulptur entstand nach einem Entwurf von Ernst Rietschel, einem Dresdener Bildhauer und trägt die Inschrift "Dem Dichterpaar Goethe und Schiller das Vaterland". Ein auffälliges Detail des Denkmals ist, dass die beiden Dichterfürsten in gleicher Körpergröße dargestellt werden - dabei war Goethe mit 1,69 Metern nicht unerheblich kleiner als der 1,90 Meter messende Schiller. Ein Monument ganz ähnlicher Natur ist das Brüder Grimm-Nationaldenkmal in Hanau, das 1896 geschaffen wurde. Auch hier handelt es sich um eine Doppelstatue mit überlebensgroßen Ganzkörperfiguren. Allerdings sind hier nicht beide stehend, wie in Weimar, sondern Wilhelm Grimm wird sitzend dargestellt. Wobei: eine in der Stadt geläufige Sage erzählt, dass die beiden Figuren um Mitternacht die Plätze tauschen...

Ganz alleine ist dagegen Otto von Bismarck auf seinem 19,5 Meter hohen Sockel im Alten Elbpark in Hamburg. Die eigentliche Figur bringt es dabei auf die stolze Höhe von 14,8 Metern. Das acht Meter lange Schwert in der Hand blickt sie Richtung See, während sich zu ihren Füßen die germanischen Stämme versammeln. Nicht weniger kriegerisch und hoch zu Ross thront in Koblenz Kaiser Wilhelm I. über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel am Deutschen Eck. 1897 eingeweiht blieb das Denkmal auf diesem Platz, bis am 16. März 1945 eine amerikanische Granate das Reiterstandbild schwer beschädigte. Dessen Überreste wurden in der Folge eingeschmolzen und der Sockel blieb bis 1993 unbesetzt. Am 2. September wurde schließlich eine Rekonstruktion des Reiters auf seinen alten Platz gesetzt.

Der Leipniztempel im Georgengarten. © AxelHH
© AxelHH
Der Leipniztempel im Georgenpark Hannover
Nicht nur ein eigenes Denkmal, sondern gleich einen ganzen "Tempel" erhielt der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibnitz im Georgengarten von Hannover. In seiner Mitte befindet sich heute die Kopie der ursprünglich hier ausgestellten Leibnitz-Büste, das Original wurde 1986 an das Technologie-Centrum Hannover übergeben. Der Tempel selbst ist ein Rundbau, dessen Dach von zwölf dorischen Säulen getragen wird. In vergoldeten Lettern ist die Inschrift "Genio Leibnitii" zu lesen. Ursprünglich befand sich das Monument auf einem Hügel auf dem heutigen Waterlooplatz, wo er als malerischer Point de vue errichtet wurde. 1790 eingeweiht gilt es als das erste öffentliche Denkmal, das in Deutschland für einen Nichtadligen errichtet wurde.

Reihe: Deutschland, deine Denkmalkultur!

In themenorientierter Reihung präsentieren wir Euch hier die bekanntesten, aber auch die außergewöhnlichsten Mahnmale und Erinnerungsstätten der Bundesrepublik.



© freizeitstars/US




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